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Enten von Brigitte Kemmerich

Wie alles begann …

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie ich auf den Gedanken gekommen bin, Ziergeflügel zu halten.
Dabei war alles ganz einfach.

Vor 20 Jahren zog ich aus einer Mietwohnung Aachen, in ein winziges Dorf bei Attendorn. Anstelle eines Balkons, stand mir plötzlich ein Haus mit großflächiger Wiese zur Verfügung.
Sofort reifte der Gedanke, einen Garten anzulegen und Geflügel zu halten und schon wenige Wochen später zogen 10 Hühnerküken in ihren Stall ein. Mit der Zeit gesellten sich einige Laufenten und Fritz und Berta, 2 prächtige Toulouser Gänse, hinzu. Ich war begeistert. Alle Tiere entwickelten sich

bestens und wurden handzahm. Hühner und Enten brüteten, zogen problemlos ihre Küken auf und sorgten für eine stetige Vergrößerung meines „Geflügelhof`s“.


Aber bereits im 3. Jahr wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Die  unglaubliche Vermehrung meiner Tiere musste beendet werden.
In der  Literatur konnte ich keine Angaben über die durchschnittliche Lebenserwartung meiner Hühner und Enten finden, 
Ich fuhr zu dem heimischen Tierarzt, um Näheres zu erfahren. Dieser lachte nur und meinte, dass seines Wissens ein Nutztierleben durch Schlachtung beendet wird, was für mich nicht in Frage kam.

Ich war ratlos.
Nur durch Zufall entdeckte ich ein Plakat der Ziergeflügelschau Recklinghausen. Der Begriff Ziergeflügel war mir fremd und machte mich neugierig. 
Ich hielt mich den ganzen Tag  in der Vestlandhalle auf, lernte die Familie Dodot kennen und informierte mich ausgiebig über die Haltung der Zierenten. Mir war  sofort klar, dass ich die Lösung meiner „Probleme“ gefunden hatte.

Zu Hause angekommen, telefonierte ich stundenlang mit Freunden und Bekannten, um mein Geflügel in gute Hände zu vermitteln.  Fritz und Berta, die gemütlichen Gänse, starben zur gleichen Zeit an einer Vergiftung durch Eibennadeln, so dass ich meine neuen Ideen in die Tat umsetzen konnte.

Ich legte einen naturnah umpflanzten  Folienteich an, der zunächst mit Kolben, u. Moorenten belebt wurde. Ein Jahr später kamen Witwenpfeifgänse und Gelbe Pfeifgänse hinzu.

Ich möchte meine Erzählung  mit einer Episode beenden, die sich im 3. Jahr meiner Ziergeflügelzucht ereignete :
Eine Tierfreundin brachte mir aufgeregt 8 verwaiste Stockentenküken. Sie hatte niemanden gefunden, der die Winzlinge aufnehmen wollte und durch den Tierarzt meine Adresse erfahren.
Ein großer Pappkarton wurde das neue Zuhause der Entenkinder.
Sie entwickelten sich problemlos zu stattlichen Stockenten, die nicht daran dachten, meine Teichanlage  zu verlassen.

Im folgenden  Frühjahr legten meine Zierenten und brüteten ihre Küken aus. Ich freute mich sehr über den gesunden Nachwuchs.
Erst nach einigen Wochen wurde sichtbar, dass die Küken nur im Wuchs ihren Müttern ähnelten. Das Federkleid war in allen Fällen stockentenfarben.
Wer die Väter dieser Kinderschar waren, muss ich sicher nicht erzählen.

Aus dieser Lektion habe ich gelernt, stets zu beachten, dass sich meine Enten artgerecht vermehren.

Bis heute hat sich an meiner Begeisterung für Wasserziergeflügel nichts geändert, obwohl es immer wieder Verluste durch Raubwild, aber auch durch Fehler meinerseits gab. Der Anblick meiner Tiere, lässt mich den Alltagsstress vergessen und entschädigt jeden Pflegeaufwand.


Die perfekte Zusammensetzung


Seit vielen Jahren gilt meine Vorliebe einigen – sehr unterschiedlichen – Entenarten. Dazu gehören z.B. die lebhaften Pfeifgänse, Hottentotten, - u. Rotschulterenten, Kappen, - Mittel, - und Gänsesäger.
Ich hatte die Vorstellung,  einige dieser Arten in meiner Wassergeflügelanlage gemeinsam  zu halten. Gespräche mit Vereinsfreunden, studieren der entsprechenden Fachliteratur und meine Erfahrung nach über 10 Jahren Ziergeflügelhaltung machten mich sicher, die richtige Zusammensetzung  der Tiere gefunden zu haben

Um den zukünftigen Bewohnern ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen, legte ich zusätzlich zu dem vorhandenen Teich, 2 weitere  an. Eine Pumpe sorgt für Wasserbewegung und speist einen kleinen Wasserfall.
Die Teiche  wurden naturnah mit Gräsern, Wildstauden und schützenden Büschen umpflanzt. Eine Wiese sorgt mit Insekten und Schnecken für besondere Leckerbissen und
das Holzhaus im Garten bietet Schutz vor Schnee und Kälte, wird aber ebenfalls gerne zur Eiablage genutzt.
Nach und nach konnte ich meinen Traum realisieren, Witwen, - Herbst, -u. Wanderpfeifenten, Hottentotten, -u. Rotschulterenten und einige Kappensäger in einem gemeinsamen Gehege anzusiedeln.
Dank Pelletfutter und einer guten Körnermischung, gab es von Anfang an keine Probleme mit der Fütterung. Alle Tiere entwickelten sich prächtig und gesund.


Die ersten  Monate des Zusammenlebens verliefen friedlich, fast schon harmonisch. Kleine Streitigkeiten klärten die notwendige Rangordnung und auch die gemeinsame Zeit im Schutz des Gartenhauses verging problemlos.
Doch bereits im zeitigen Frühjahr zeigte sich, dass diese Ruhe nur vorübergehend sein sollte.
Die Witwenpfeifenten wurden täglich aggressiver und ließen ihre Artgenossen nicht mehr an die Futterstellen. Besonders der Erpel des Wanderpfeifenten Paares wurde mehrmals täglich massivst angegriffen und litt unter dieser Situation so sehr, dass er abmagerte und kontinuierlich schwächer wurde.
Um einen tödlichen Verlauf zu verhindern, gab ich die Witwenpfeifenten an die Familie Dodot ab und glaubte, den Frieden wiederhergestellt zu haben.


Weit gefehlt ! Jetzt übernahmen die Herbstpfeifenten die Führungsrolle und verpaaren sich seither mit der Wanderpfeifente, so dass ich alle Gelege vernichten musste.
Fast gleichzeitig beschloss ein Sperberpärchen, seine Jungen mit meinen Hottentotten und einigen Rotschulterenten zu füttern.
Nur 1 Paar der kleinen Enten überlebte die Angriffe der Raubvögel.
Während all dieser „Katastrophen“  lebt  die Gruppe  Kappensäger  fröhlich vor sich hin. Sie ignorieren alle Streitigkeiten  und  erfreuen mich täglich mit ihren Aktivitäten.  Besonders die Beobachtung ihres Verhaltens an dem kleinen Wasserfall, lässt jeden Betrachter lächeln.


Wie schon vor einem Jahr, sitze ich abends auf der Terrasse, genieße den Anblick meiner Enten und informiere mich in Büchern: „ Die Entenvögel.“
Mir ist klar, dass ich, trotz aller Vorbereitungen, die perfekte Zusammensetzung des Tierbestandes meiner Teichanlage noch nicht gefunden habe.

Brigitte Kemmerich

Gelbe Pfeifgänse
Kappensägerküken
Kappensägerküken

AGB

Abgabetiere

Aus Hobby-Zucht sind folgende Tiere abzugeben

 

1.1 Rotschulterenten 2013

 

Aktualisiert: 23.04.2017

Klaus Oster & Nicole Neuhaus

Wiesenstraße 42

57413 Finnentrop-Heggen

 

E-Mail:      klausoster@gmx.de

 

Telefon:     02721/959219

 

Mobil:       015167705821

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10. Juni 2012

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